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Matchbericht HV-Huttwil : HC Kriens

Am frühen Sonntagmorgen, die Kirchenglocken konnten noch nicht einmal neun Uhr verkünen, waren bereits einige Mitglieder des HV Huttwil`s im Sportzentrum mit dem Einrichten der Turnhalle beschäftigt. Dementsprechend pünktlich konnte mit dem Aufwärmtraining begonnen werden und der Trainer hatte genügend Zeit um noch Feinabstimmungen innerhalb der Mannschaft vorzunehmen. Die Blumenstädter legten los wie die Feuerwehr und überrannten die noch etwas verschlafenen Krienser. Die Offensive spielte fast nur im Gegenstoss und die Verteidigung offenbarte keine Lücken. Innert kurzer Zeit wuchs der Vorsprung der Platzherren auf beachtliche sieben Tore an. Begünstigt wurde die gute Eigenleistung zudem durch die zahlreichen unnötigen Fehler der Gäste. Wie die Feuerwehr löschten die Huttwiler das Feuer, das sogar aufs Publikum übergegriffen hatte, aber leider höchstselbst. Nach zirka 20 Minuten kam der Einbruch mit vielen Fehlwürfen und schlechten Pässen, der den Vorsprung massiv zusammenschrumpfen liess. Zur Pause waren es dann lediglich noch drei Tore, die gerettet werden konnten. Die zweite Hälfte präsentierte sich dann, wie die erste aufgehört hatte. Die Gastgeber konnten einen minimalen Vorsprung halten wobei die Partie jederzeit auf die eine oder die andere Seite zu kippen drohte. Dank den beeindruckend starken Würfen von der Flügelposition gelangen den Luzernern sehr viele Tore. Das Schlussresultat von 22 zu 22 war zwar keine Überraschung mehr, wohl aber eine grosse Enttäuschung für den HVH, der während der ganzen Partie in Führung lag.
 
Matchbericht TV Dagmersellen - HV Huttwil
Gegen Dagmersellen forderte Coach Ryser dringend weitere Punkte. Ohne sich den Weihnachtsmarkt anmerken zu lassen, legten die Huttwiler los. Zwar war die Vorstellung im Angriff nicht überaus beeindruckend, doch die des Heimteams war es zum Glück auch nicht. Weil der HVH eine schwache Verteidigung hatte und der TVD ziemlich oft knapp aber doch daneben warf, blieb das Spiel sehr ausgeglichen. Ausser Stifu Stettler traute sich keiner auf die gegnerische Kiste zu werfen und dementsprechend kam auch keiner zu Torerfolgen. Die Fehlwürfe häuften sich leider auch auf der Seite der Huttwiler und so kamen sie, nachdem sie sich einen kleinen Vorsprung erkämpft hatten, wieder in Bedrängnis und wurden schliesslich überholt, weil sie in den letzten 10 Minuten der ersten Hälfte keine Goals mehr erzielten. Motiviert ging’s in die zweite Halbzeit. In der Offensive wurde laut dem Assistenztrainer Stuker viel zu viel „geknorzt“. In den Gegenstoss kamen leider auch nur die Gastgeber und bei diesen vielen einfachen Gegentoren, blieb sogar dem gefestigtsten Fan das Gnagi
im Hals stecken.
 
Matchbericht TV Horw - HV Huttwil
Am Freitag wurde nicht nur trainiert, sondern vor allem die Anfahrt der Halle in Horw diskutiert, weil diese in der letzten Saison erst nach einer ausgedehnten Stadtrundfahrt gefunden werden konnte. Simu Bieri und Dänu Somer taten sich dabei besonders hervor und waren nach dem Training nicht mehr wirklich fähig aus ihrem Erklärungswahn auszubrechen. Samstags konnte, dank dieser Wegbeschreibung sogar Tscheggus Unimog die Horwerhalle finden.

Dort wurden vor Spielbeginn die Glieder mit Tape am Körper befestigt, Hotdogs konsumiert und der richtige Platz in der Garderobe gesucht und vehement verteidigt. Der Start in die Partie war entgegen aller Erwartungen phänomenal. Nichts da mit verpennten Blumenstädtern! Genauso überrascht wie die Zuschauer, die wir gerne dabeigehabt hätten, war die eigene Bank und vor allem der Gegner, der sich dadurch in kürzester Zeit einen Rückstand einhandelte. Die Defensive kommunizierte vorbildlich und offenbarte keine Mängel. Dadurch war es möglich in der Offensive ohne Druck zu spielen und so kamen einige schöne Treffer zu Stande.

Nach zehn Minuten kam jedoch der absolute Einbruch, bei dem sich die vorher so stark zupackenden Männer in, rosarote Röckchen tragende, Schulmädchen verwandelten und Tor um Tor zuliessen. Dadurch kam auch der Angriff zunehmend unter Zugzwang. Der Druck bekam ihm sichtlich schlecht, was zu einer Torflaute führte. Sehnlichst erwarteten die Huttwiler den Pausenpfiff, der endlich ein wenig Zeit zum Durchatmen bot. Auch der Start in die zweite Hälfte glückte den Gästen souverän. Sie konnten den Rückstand von vier Toren egalisieren, bevor sie erneut Schiffbruch erlitten. Fäbu Bieri, der gelenkig wie ein Menzi Muck, noch einen Penalty verhindern konnte, wurde in der Schlussviertelstunde systematisch alleingelassen und war dadurch trotz mehrerer Paraden nicht im Stande die Katastrophe abzuwenden.

Michael Habegger
 
Matchbericht HV-Huttwil : Emmen

Das legendäre „Zwöi“ oder „Vieri“, wie es heute entsprechend der Liga genannt wird, machte sich am
letzten Samstag auf den Weg nach Emmen. Dort hatte man vor wenigen Wochen schmerzlich mit der
ersten Mannschaft verloren und wollte es dieses Mal besser machen. Der Kampf um die begehrten
grossen Hosen und passenden Nummern auf den Trikots wurde nur noch von der flammenden Rede
oder Kampfansage des Teamcaptains übertönt. Dieser forderte dieselbe Spielfreude, die man am
Wochenende zuvor gezeigt hatte.

Doch die ersten Minuten waren, wie in der laufenden Saison schon zu oft, absolut katastrophal.
Im Angriff wurden zu viele Würfe aus schlechten Positionen genommen oder der Ball wurde schon
vorher irgendwo und irgendwie verloren. Vom, im Training so stark gewichteten, Rückzugsverhalten
sah man auf der Platte so gut wie gar nichts, was dazu führte, dass sich Emmen mit effizienten
Gegenstössen sehr leicht ein luxuriöses Torpolster erarbeiten konnte. Die letzten fünf bis zehn
Minuten der Halbzeit, waren zwar das komplette Gegenteil der ersten 20. Doch reichten sie nicht um
den grossen Rückstand noch wirklich entscheidend zu verkleinern. Den Schwung in die zweite Hälfte
mitzunehmen funktionierte aber leider nicht und die vielen Zuschauer erlebten eine Neuauflage der
ersten Hälfte. Dank einem Schlussspurt blieb dem Zwöi die totale Blamage in diesem einigermassen
langweiligen Match jedoch erspart.

Endstand 30:25 (16:11) Handball Emmen: Huttwil

 
Huttwiler Sieg am Turnier in Rothrist

Am Samstag, 3. September nahm die 3. Liga-Herrenmannschaft des Handballvereins Huttwil an einem Vorbereitungsturnier in Rothrist teil. Die Gegner, bestehend aus 3.- und 4. Liga-Mannschaften, hiessen in der Gruppe 2 HC Berikon, TV Brittnau 3 und Fides Niedergösgen.

Im ersten Spiel gelang Huttwil ein akzeptabler Start. Der HC Berikon konnte zuerst gut in Schach gehalten werden. Gegen Ende der 18-minütigen Partie verspielten die Huttwiler jedoch den 2 Tore-Vorsprung und mussten sich mit einem 6:6 Unentschieden zufrieden geben.

Die zweite Partie gegen die etwas ältere, aber routinierte Mannschaft des TV Brittnau 3 konnte zu Beginn ebenfalls ausgeglichen gestaltet werden. Mit dummen Abspielfehlern und einer trägen Verteidigungsarbeit ermöglichte Huttwil dem Gegner einfache Tore. Am Schluss lief man in eine 8:14-Kanterniederlage.

Das dritte Spiel musste unbedingt besser werden, denn als 3. Liga-Team gehörte Huttwil zu den Höherklassigen. Coach Marcel Ryser verlangte eine kompakte und aggressive Verteidigung und stellte als Ziel auf, nicht mehr als fünf Tore zu kassieren. Auf dem Feld erwischten seine Schützlinge dann aber keinen guten Start. Nach wenigen Minuten stand es 1:5 für Fides Niedergösgen. Anscheinend war dieser 5 Tore-Grenzwert der Weckruf. Die Huttwiler Handballer kämpften sich Tor um Tor an Niedergösgen heran und konnte gleich vorbeiziehen. In der Defensive wurden weniger Abschlüsse zugelassen und mit jedem Gegentor baute der Gegner mehr ab. Nach 18 Minuten stand es 11:5. Das Ziel des Trainers konnte überraschenderweise erfüllt werden.

 

Dank etwas Glück konnte so die Vorrunde auf dem zweiten Platz abgeschlossen werden. Nun wartete im Halbfinal das Duell gegen den Sieger der Gruppe 1 und Liga-Konkurrenten HC Kriens. Die beiden Teams kennen sich aus der Meisterschaft bereits gut und so musste man sich nicht lange abtasten. Huttwil spielte in der Verteidigung stärker als zu Beginn des Turniers, eröffnete aber Kriens im Angriff mit dummen Passfehlern viele Gegenstossmöglichkeiten. Dadurch liefen die Blumenstädter den Kriensern immer ein bis zwei Tore hinterher. 40 Sekunden vor Ende der Partie erzielten diese das 9:7 und die Partie schien für Huttwil verloren. Mit einem schnellen Anspiel konnte 25 Sekunden vor Schluss noch auf 8:9 verkürzt werden, doch Kriens liess sich für das Wiederanspiel viel Zeit. Doch dieses konnte von Dani Sommer gleich abgefangen werden und wurde 2 Sekunden vor Schluss zum 9:9 Ausgleich verwertet. Nun kam es zum Penalty-Schiessen. Die drei Huttwiler Schützen konnten alle Versuche verwandeln. Die Krienser taten es ihnen anfänglich gleich, doch der dritte und letzte Schütze scheiterte am Pfosten. Damit standen die Huttwiler im Final.

 

Im Endspiel wartete mit dem TV Brittnau 3 der Bezwinger aus der Vorrunde. Dank einer geschickten Verteidigungstaktik - die gegnerischen Flügelspieler sollten aus dem Spiel genommen werden - hatte Brittnau Mühe, seine Kombinationen auszuspielen. Huttwil lag immer knapp vorne, konnte aber nicht verhindern, dass Brittnau ein 5:3 noch ausgleichen konnte. Also kam es auch im Final zu einer Penalty-Entscheidung. Diese wurde zu einem echten Krimi, in der sich Torhüter Res Jörg als Penalty-Killer hervortat. Von den ersten je drei Penaltys wurden auf beiden Seiten je zwei verschossen oder vom Torhüter gehalten. Danach trafen alle Schützen, bis Res Jörg den siebten Brittnauer Penalty - den dritten insgesamt - parierte und den Handballverein Huttwil zum Turniersieger machte.

Nach einem schwachen Start erfuhr dieses Vorbereitungsturnier ein überraschend schönes und spannendes Ende mit fröhlichen und jubelnden Huttwiler Gesichtern.

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